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CeBit 2010

Vergangene Woche war die Cebit, wie vermutlich jeder mitbekommen hat. Und dieses Jahr war ich mal wieder dabei. Zum ersten mal seit ich aus der Schule raus bin und auch erstmals weniger wegen der Give Aways sondern eher wegen der Fachthemen (und auch der Unterhaltungselektronik). Und ich muss schon mal vorweg nehmen, dass ich relativ enttäuscht von der Innovativität der vorgestellten Produkte bin. Einiges war recht interessant, aber ein vielfaches war einfach weder spannend noch innovativ.

Unterhaltungselektronik

Im Bereich der Unterhaltungselektronik gab es dieses Jahr wohl nur ein Credo: Hauptsache 3D oder was zum “Touch”en, wenn es nicht gerade eines der vielen nachgemachten Asiatischen E-Book-Reader war. Es gab Beamer, bei denen man das auf die Wand geworfene Bildtouchen konnte, Tische, Handys, Laptops, Monitore, E-Book-Reader, etc. Und hin und wieder konnte man zwischen den vielen Ständen auch mal einen 3D-TV finden1. Aber wirklich innovative tolle Sachen gab es in diesem Bereich kaum bis gar nicht.

Future Parc/Public Sector Parc

Hier hingegen strotze es nur so vor Innovation. In dem Bereich des Future-Parcs/Public Sector Parcs haben sich viele Universitäten, Forschungseinrichtungen und Ministerien mit aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt. Von XML3d, mit dem man 3-Demensionalität in den Browser bringen kann, über Künstliche Intelligenz (bei Robotern, bis hin zu Text, der intelligent agiert2. Auch war hier die Post vertreten, um ihren Brief 2.0 vorzustellen. Und zuletzt gab es natürlich auch alles rund um den neuen Personalausweis, samt “RFID”3 und “eID”4.

Webciety

Natürlich war ich auch auf der Webciety. Für alle, die nicht genau wissen, was die Webciety ist, eine kurze Erläuterung. Die Webciety ist ein Bereich auf der CeBIT, der sich rund um das Thema “Web 2.0″ dreht. Und so ist es auch aufgebaut. Auf der Fläche sind Waben-förmige Stände aufgebaut. Aussteller können dort verschiedene Seiten der Wabe mieten. Ein Tresen, ein TV und viel mehr besitzt ein Stand nicht. Die einzelnen Aussteller sind so dicht beieinander, dass man schnell von einem Aussteller zum nächsten kommt. So soll das Web nachgebaut werden. Links sind leiten schnell von einer Seite zur nächsten und so wurde das dort umgesetzt.
Quelle: http://webciety.de/?page_id=2707

Dazu kommt noch, dass noch eine Bühne aufgebaut wurde, auf dem über Webbige Themen diskutiert wurde (natürlich “ohne” bescheuerte Anglizismen zu verwenden ;) ). Allerdings habe ich mehr von der Webciety erwartet. Die Aussteller vor Ort waren, waren interessant, aber nicht in allzu großer Zahl vorhanden. Die Diskussionen waren teilweise recht interessant, oftmals aber zu kurz. Insgesamt hat mir die Idee aber mehr als nur gut gefallen.

Und sonst noch?

Und sonst noch… Sonst gab es eine Menge interessante Vorträge und einige wenige interessante Aussteller. Allerdings gab es viel mehr Aussteller, wo man nur das Gefühl hatte, die sind da, um alle anderen zu Verarschen. Zum Beispiel wenn ein Unternehmen groß ankündigt, dass das entwickelte Programm die Kennzahlen nach Jahren anordnen kann.  Oder ein anderes Unternehmen, dass mit Visualisierung von Daten geworben hat und dazu immer einen Screenshot gezeigt hat, auf dem Datenpunkte in einer Googlemap angezeigt wurden. Applaus. Da konnte jemand mit der Google-API umgehen… Da fragt man sich eigentlich nur, wer auf so etwas reinfällt. Aber anscheinend lohnt es sich. Natürlich gab es auch ernsthafte Unternehmen die ihre Produkte vorgestellt haben und damit auch innovativ in ihrem Bereich waren.

Insgesamt hat mir die CeBIT recht gut gefallen. Ein paar Blicke habe ich auch in den Gaming-Bereich geworfen ((und dort unter anderem AVATAR in 3D und Starcraft 2 angetestet). Allerdings hätte ich mich geärgert, hätte ich dafür Eintritt zahlen müssen.

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  1. mal mit Brille, mal ohne []
  2. “Text 2.0 unterstützt den Leser von speziell präparierten Texten mit untermalender Musik, thematisch passenden Geräuscheffekten, atmosphärischen Bildern oder Hintergrundinformationen. Text 2.0 verändert sich, passt sich an, liefert Hilfe wo sie gebraucht wird und reduziert Information, wo sie unnötig ist. Auf der CeBIT 2010 zeigt das DFKI Text 2.0 anhand eines Auszugs aus Charles Darwins “On The Origin of Species”, das um typische Augmented-Reading-Elemente wie spontane Übersetzungen, Fußnoten, automatische Lesezeichen und natürlichsprachliche Interaktion angereichert wurde.” Quelle []
  3. zum automatischen auslesen der Daten ohne visuelles ablesen []
  4. elektronische ID, die jeder Deutsche bekommen soll []

  1. on März 8, 2010 at 2:32 pm

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