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Warum die Piratenpartei stirbt, bevor sie wirklich lebt – Teil 2

Das Motto: Alles bleibt so wie es ist! Wie schon vor 8 Tagen im ersten Teil geschrieben, habe ich große Hoffnungen in den Bundesparteitag der Piratenpartei gelegt. Weil, ich sage es nochmal, Deutschland braucht die Piratenpartei. Nun muss ich aber definitiv noch eine Erweiterung dazu schrieben: “ABER SO NICHT!”.

Am Wochenende haben sich nämlich etwa 10% der Piraten um Bundesparteitag in Bingen getroffen. Es war eine tolle Stimmung, aber das reicht eben nicht, wenn man Politisch erfolgreich sein will. Ich habeam Wochenende zwischendurch immer mal ein paar Momente darauf verschwendet, in den Stream zu schauen. Und ich war erschreckt- gleich wegen mehreren Punkten.  Zum einen war dauerhaft und immer eine Unruhe in den Reihen. Alle paar Sekunden mussten die Herren auf der Bühne die Piraten im Plenum beruhigen, da diese immerzu gequatscht haben. Das ist ein unmögliches Verhalten. Wenn man sich auf so einen Parteitag begibt, geht man doch dahin, um den Diskussionen zu folgen, um politische Diskussionen zu führen. Aber anscheinend sehen das einige Piraten anders.

Aber neben dem ständigen gebrabbel war noch eines irritierend. Und zwar gab es Vorstandswahlen. Soweit so gut. Jeder Kandidat kann von Piraten aus dem Plenum befragt werden. Soweit ist ja alles ganz okay, aber sobald die Fragen kommen, die man auf leichtestem Wege auch im Piratenwiki nachschauen kann wirds peinlich. Ich dachte zumindest immer, dass sich alle vorher über die Kandidaten informieren können. Statt dessen hat man sich 2 Tage lang (statt der geplante 3 1/2 Stunden) mit sinnlosen Fragerunden und ewigen Wahlen aufgehalten und im Ende nichts programmatisch entschieden. Ich dachte immer, eine engagierte und auch technisch bewanderte Partei ist in der Lage, vorher Fragen zu stellen, vorher sich zu informieren, ein System zu bieten, wo jeder sich über Kandidaten informieren kann. Leider lag ich hier falsch.

Immerhin gab es auch waspositives: LiquidFeedback wird nun umgesetzt und es wurde ein reiner Programmparteitag beschlossen. Ich bin gespannt und beobachte weiter. Mal sehen wie das weiter geht und ob die Partei endlich mal erwachsen wird.


Warum die Piratenpartei stirbt, bevor sie wirklich lebt

Okay, das ist nun eine  mehr als provokative These. Und natürlich hoffe ich1 nicht, dass der Tod der Piratenpartei wirklich Eintritt. Aber ich werde meine These im folgenden noch untermauern. Aber zuerst einen Witz, den ich auf mela.de2 gefunden habe und leider zu oft auch zutrifft:

Wie viele “Piraten” braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln?

1. Einen Piraten, der im Wiki nachschlägt, wie man eine Glühbirne wechselt.
2. Einen Piraten, der auf der Aktive-Liste die Notwendigkeit zum Wechseln der Glühbirne diskutiert.
3. Einen weiblichen Piraten aus dem Technikteam, der die Glühbirne schnell mal wechselt ohne es weiter anzukündigen.
4. Ein Dutzend Piraten, die einen Mißtrauensantrag einreichen, weil das Wechseln der Glühbirne nicht ausreichend transparent gestaltet wurde.
5. Eine “AG Glühbirnen”3, die sich beschwert nicht um Rat gefragt worden zu sein.

Das traurige ist, dass teilweise die Entscheidungsprozesse wirklich so sind, wie in dem Witz beschrieben. Die Piratenpartei verhaspelt sich in Struktur-Diskussionen, die oftmals in Beleidigungen und “trollerei” enden. Dabei ist es wichtig, sich nicht noch länger mit Diskussionsprobelem auseinander zu setzen, sondern am Programm zu arbeiten.

1,5% haben die Piraten in NRW erreicht. Man könnte meinen, dass es okay ist. Aber es ist deutlich unter den Prognosen vorher und auch unter dem Ziel, welches man nach der Zeit haben sollte. Aber warum gab es so ein schwaches Ergebnis? Sicherlich ist nicht das “Schwarz-Gelb” verhindern der einzige Grund. Auch nicht “proNRW” oder andere Parteien. Das Problem liegt bei den Piraten selbst. Seit von der Leyen und Schäuble sich aus den Datenschutzproblemen herausgezogen haben und auch alle anderen Politiker peinlich genau darauf achten, nicht in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten, ist der Piratenpartei der Nährboden entzogen worden. Sie schaffen es nicht mehr, sich in den Mittelpunkt zu rücken. Dazu kommt, dass es aktuell einfach wichtigere Punkte gibt, als transparenter Staat und Datenschutz. Bildungs- und Sozialpolitik, Wirtschafts- und Finanz-Politik, Griechenland, Euro, Banken, etc. Das sind die Themen, die den Menschen momentan wichtig sind.

Zur Bundestagswahl habe ich noch mit voller Unterstützung die Piratenpartei gewählt und auch viele animiert, mir dies gleichzutun. Nach aktuellem Stand mache ich genau das Gegenteil. Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würde ich die Piraten auf gar keinen Fall wählen. Das hat viele Gründe. Fehlendes Programm, niveauloses Diskussionsverhalten und teilweise gefühlte Ignoranz einiger Piraten. Zum fehlenden Programm habe ich mich schon geäußert. Der zweite Punkt wiegt aber noch schlimmer. Viele Piraten können nicht Diskutieren. Es wird schnell persönlich und emotional, beleidigend. Es fehlt oft das können, sich objektiv zu äußern und zu verhalten. Schnell tritt auch “Godwin`s Gesetz” in Kraft. Es macht oftmals keinen Spass, Diskussionen zu verfolgen. Und die Ignoranz.. teilweise kommt es mir so vor, als ob einige Piraten meinen, dass ihre Themen das Non-Plus-Ultra sind und alles andere nur Kinderkacke.

Also, wenn die Piraten auf ihrem nahenden Parteitag nicht endlich einen vernünftigen Kurs, ein breiteres Parteiprogramm und eine vernünftige Struktur Aufbauen, in denen man schnell und klar zu Ergebnissen kommt, die die Parteivorsitzenden dann repräsentieren können, wird es bei den nächsten Wahlen ähnliche schlappen geben und die Partei in der Versenkung verschwinden.  Und ich hoffe, dass das nicht eintritt. Deutschland braucht die Piratenpartei.

  1. als Piratenpartei-Sympathisant []
  2. unter dem Link finden sich in den Kommentaren noch mehr Erweiterungen des Witzes []
  3. Kurz vor der Umbenennung zu “AG Leuchtmittel” um andere Lichtquellen nicht zu diskriminieren. Allerdings wurde der Einwand gebracht, dass nun die Sonne als Lichtquelle diskriminiert würde []

Wieviel neo steckt in neo?

neo:Neo- [zu griech. néos = neu]: 1. bedeutet in Bildungen mit Adjektiven od. Substantiven neu

Quelle: Duden

Vor einiger Zeit habe ich ja schon mal mit freude über die Planungen des neuen “Jugend”-Senders ZDFneo berichtet. Seit etwas mehr als 5 Monaten gibt es nun den Sender und ich muss zugeben, ich habe ihn selten geschaut. Meist nur beim durchzappen und selbst da bin ich auch nicht am Sender hängen geblieben. Entweder liefen schlechte Soaps in der Wiederholung vom Hauptsender1, Shows in der Wiederholung vom Hauptsender2, uralte Serien3 oder Tausende Dokumentationen4 die locker auch auf den öffentlich rechtlichen laufen könnten. Die von mir gelobten Sendungen wie “Seinfeld”  gehen im Nachmittagsprogramm zwischen Soaps und Dokus unter, “neo Musik” läuft nur einmal im Monat, Musikübertragungen sind äußerst selten, “Comedy Lab” mit Knacki Deuser läuft zwar jeden Wochentag, allerdings nur 15 Minuten.  “30. Rock” bekommt immerhin einen einen 40 Minuten-Slot am Donnerstag abend und Filme laufen auch hin und wieder (sogar recht aktuelle). Nach wie vor gibt es aber auch noch zu bemängeln, dass bis 21 Uhr für die DVBT-Gucker Kika läuft5.

Nun, die Frage, wie viel neo in ZDFneo steckt, habe ich glaub ich beantwortet. Nichts. Das Konzept ist ideenlos, die Sendungen langweilig. Es herrscht keine Systematik im Programm. Mal kommt nen Film, der um 20:15 startet6 mal gehen die Filme und Serien um 21 Uhr los. Man verliert schnell und leicht den Überblick über das Programm. Und beim Durchzappen bleibt man meist auch nicht hängen, da die Dokus dort oftmal auch nicht das Niveau der  Dokusoaps auf den Privaten übersteigen. Der Mehrwert für Jugendliche fällt raus. Nichtmal Nachrichten bringt der Sender.

Und das schlägt sich natürlich auch in den Quoten wieder. Bei allen Zuschauern ab 3 Jahren7 liegt ZDFneo mit einem Marktanteil von 0,1 Prozent gleichauf mit 9live, ZDFinfo und ZDFdoku. Bei der Werbe-relevanten Gruppe der 14- bis 49-Jährigen, der ZDFneo-Zielgruppe, liegen sie immerhin knapp vor gerade genannten Sendern mit 0,2 Prozent8. Das ist traurig, wenn nicht sogar beschämend. Bei den 14- bis 49-Jährigen liegen sämtlichen dritten Sender mindestens fast 3 mal so hoch. Selbst der, nicht unbedingt für seine Jugend bekannte Sender NDR liegt mit 1,2% in unerreichbarer Ferne.

Dabei herrscht soviel Potential was man ausschöpfen könnte. Beispielsweise eine Art “Tagesschau” für Jugendliche, in dem es hauptsächlich um Zukunftsfragen und -Problem geht. Oder eine Politshow, wie sie zu jeder Wahl von Markus Kafka gestaltet wird9. Hier hat man sogar den Moderator schon ab Board. Talkshows mit Prominenten, Spielshows, Technik- und Computersendungen10, Musiksendungen wie in den MTV -und VIVA-Anfangszeiten, Musikvideos im allgemeinen. Es gibt so viele Möglichkeiten, die sogar mir als Branchenfremden ohne lange zu überlegen einfallen, aber statt dessen werden im Notfall 100 Jahre alte Serien und irgendwelche Dokumentationen ausgestrahlt. Weiß der Geier warum.

Schade um den Sender, aber wenn sich da bald nichts tut, kann man das Programm auch beenden und statt dessen wieder “Bernd das Brot” in Dauer-Rotation setzen.

  1. Bianca – Wege zum Glück”, “Hanna – folge deinem Herzen“ []
  2. “Küchenschlacht”, “Lanz kocht”, “Heute-Show” []
  3. “Miami Vice” []
  4. heute am 19.3. machten Dokumentationen 550 von 1100 Sendeminuten (zwischen 6 Uhr und 0:20 Uhr) aus []
  5. oftmals mit ner Stunde Bernd das Brot… []
  6. wo DVBT-Gucker dann mitten im Film anfangen zu gucken []
  7. wie wird das eigentlich überprüft? []
  8. Die Daten sind von September 2009 bis Dezember 2009 erhoben worden; Quelle []
  9. “Wahl im Web” wird immer auf ZDFinfo ausgestrahlt []
  10. Seit dem Ende von GIGA vor einem Jahr ist hier eine riesen Marktlücke entstanden []

CeBit 2010

Vergangene Woche war die Cebit, wie vermutlich jeder mitbekommen hat. Und dieses Jahr war ich mal wieder dabei. Zum ersten mal seit ich aus der Schule raus bin und auch erstmals weniger wegen der Give Aways sondern eher wegen der Fachthemen (und auch der Unterhaltungselektronik). Und ich muss schon mal vorweg nehmen, dass ich relativ enttäuscht von der Innovativität der vorgestellten Produkte bin. Einiges war recht interessant, aber ein vielfaches war einfach weder spannend noch innovativ.

Unterhaltungselektronik

Im Bereich der Unterhaltungselektronik gab es dieses Jahr wohl nur ein Credo: Hauptsache 3D oder was zum “Touch”en, wenn es nicht gerade eines der vielen nachgemachten Asiatischen E-Book-Reader war. Es gab Beamer, bei denen man das auf die Wand geworfene Bildtouchen konnte, Tische, Handys, Laptops, Monitore, E-Book-Reader, etc. Und hin und wieder konnte man zwischen den vielen Ständen auch mal einen 3D-TV finden1. Aber wirklich innovative tolle Sachen gab es in diesem Bereich kaum bis gar nicht.

Future Parc/Public Sector Parc

Hier hingegen strotze es nur so vor Innovation. In dem Bereich des Future-Parcs/Public Sector Parcs haben sich viele Universitäten, Forschungseinrichtungen und Ministerien mit aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt. Von XML3d, mit dem man 3-Demensionalität in den Browser bringen kann, über Künstliche Intelligenz (bei Robotern, bis hin zu Text, der intelligent agiert2. Auch war hier die Post vertreten, um ihren Brief 2.0 vorzustellen. Und zuletzt gab es natürlich auch alles rund um den neuen Personalausweis, samt “RFID”3 und “eID”4.

Webciety

Natürlich war ich auch auf der Webciety. Für alle, die nicht genau wissen, was die Webciety ist, eine kurze Erläuterung. Die Webciety ist ein Bereich auf der CeBIT, der sich rund um das Thema “Web 2.0″ dreht. Und so ist es auch aufgebaut. Auf der Fläche sind Waben-förmige Stände aufgebaut. Aussteller können dort verschiedene Seiten der Wabe mieten. Ein Tresen, ein TV und viel mehr besitzt ein Stand nicht. Die einzelnen Aussteller sind so dicht beieinander, dass man schnell von einem Aussteller zum nächsten kommt. So soll das Web nachgebaut werden. Links sind leiten schnell von einer Seite zur nächsten und so wurde das dort umgesetzt.
Quelle: http://webciety.de/?page_id=2707

Dazu kommt noch, dass noch eine Bühne aufgebaut wurde, auf dem über Webbige Themen diskutiert wurde (natürlich “ohne” bescheuerte Anglizismen zu verwenden ;) ). Allerdings habe ich mehr von der Webciety erwartet. Die Aussteller vor Ort waren, waren interessant, aber nicht in allzu großer Zahl vorhanden. Die Diskussionen waren teilweise recht interessant, oftmals aber zu kurz. Insgesamt hat mir die Idee aber mehr als nur gut gefallen.

Und sonst noch?

Und sonst noch… Sonst gab es eine Menge interessante Vorträge und einige wenige interessante Aussteller. Allerdings gab es viel mehr Aussteller, wo man nur das Gefühl hatte, die sind da, um alle anderen zu Verarschen. Zum Beispiel wenn ein Unternehmen groß ankündigt, dass das entwickelte Programm die Kennzahlen nach Jahren anordnen kann.  Oder ein anderes Unternehmen, dass mit Visualisierung von Daten geworben hat und dazu immer einen Screenshot gezeigt hat, auf dem Datenpunkte in einer Googlemap angezeigt wurden. Applaus. Da konnte jemand mit der Google-API umgehen… Da fragt man sich eigentlich nur, wer auf so etwas reinfällt. Aber anscheinend lohnt es sich. Natürlich gab es auch ernsthafte Unternehmen die ihre Produkte vorgestellt haben und damit auch innovativ in ihrem Bereich waren.

Insgesamt hat mir die CeBIT recht gut gefallen. Ein paar Blicke habe ich auch in den Gaming-Bereich geworfen ((und dort unter anderem AVATAR in 3D und Starcraft 2 angetestet). Allerdings hätte ich mich geärgert, hätte ich dafür Eintritt zahlen müssen.

  1. mal mit Brille, mal ohne []
  2. “Text 2.0 unterstützt den Leser von speziell präparierten Texten mit untermalender Musik, thematisch passenden Geräuscheffekten, atmosphärischen Bildern oder Hintergrundinformationen. Text 2.0 verändert sich, passt sich an, liefert Hilfe wo sie gebraucht wird und reduziert Information, wo sie unnötig ist. Auf der CeBIT 2010 zeigt das DFKI Text 2.0 anhand eines Auszugs aus Charles Darwins “On The Origin of Species”, das um typische Augmented-Reading-Elemente wie spontane Übersetzungen, Fußnoten, automatische Lesezeichen und natürlichsprachliche Interaktion angereichert wurde.” Quelle []
  3. zum automatischen auslesen der Daten ohne visuelles ablesen []
  4. elektronische ID, die jeder Deutsche bekommen soll []

Schlimmer gehts immer

Vorhin habe ich so meine Mails durchgeschaut und in der zusammenfassung von Shortnews.de stieß ich auf folgende Nachricht:

ProSieben: Neue Reality-Show “50 Semester”

Ab den 18. Januar 2010 strahlt ProSieben eine neue Reality-Show mit dem Namen “50 Semester” aus.

In der Sendung geht es darum, dass fünf männliche Studenten innerhalb eines Semesters 50 Frauen oder Männer ins Bett bekommen sollen. Wer das schafft, gewinnt und geht als Frauenschwarm durch.

Die Sendung soll um 16:00 Uhr ausgestrahlt werden, da ProSieben mit den jetzigen Einschaltquoten des Nachmittagsprogramms nicht zufrieden ist.

Quelle

Da macht man doch erst mal große Augen. Die wollen was? Die wollen also 5 Kerle dabei filmen, wie die 50 Frauen oder Männer ins Bett bekommen? Gehts noch? Dass Moral ein Fremdwort für private TV-Sender ist, war mir ja schon immer klar, aber im leben hätte ich nie gedacht, dass die auf so ein perverses, bescheuertes, dämliches und ekelerregendes Format zurückgreifen. Die Frau als Objekt, was es “einzusammeln” gilt, wie in einer Gameshow.

Und das schlimmste ist: Ich weiß, dass das Format auch noch erfolg haben wird. Das ist traurig, aber realistisch. Aber irgendwo ist doch das Ende der Fahnenstange erreicht oder? Oder was kommt als nächstes… die kommen sicherlich noch auf schlimmere Sachen.

Ich könnt mich Stundenlang darüber aufregen…


Kay Pettigrew

In einem anderen Blog, in dem es ebenfalls eine Adventskalendar-Aktion gibt, versteckte sich hinter Türchen Nr. 4 ein ganz tolles Musikvideo einer ganz tollen Künstlerin. Kay Pettigrew heißt sie und sie hat eine tolle Stimme. Ihre Songs schriebt sie natürlich selber (sofern sie nicht Covert, wie untenstehendes Video) und ihre Musik ist angenehmn beruhigend. Sie selbst sagt, dass sie klingt wie “birds”1 und ihre Einflüsse “rain in the trees, spoons clinking in tea cups, friends laughing, riding the greyhound”2 sind. Und so klingt auch tatsächlich die Musik.

Im kommendem Jahr kommt ihre erste CD heraus. Eine EP hat sie anscheinend schon rausgebracht, allerdings gibt es diese nirgendwo zu kaufen. Aber wenn dann ihr Album kommt werde ich reunhören und es mir dann eventuell auch bestellen.

Wenn ihr nun auf weiterlesen klickt, werden gleich 2 Videos kommen. Ihr könnt ja mal versuchen, das erste Video zu starten, ohne zu schauen, wie der Titel ist und dann mal sagen, ob ihr das Lied erratet. Es ist nämlich das Cover von einem recht bekannten Song. Viel Spass beim Raten :)

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  1. Vögel []
  2. Regen in den Bäumen, in tassen klirrende Teelöffel, lachende Freunde oder das spielen eines Windspiels []

Google Wave

Seit etwa 3 Wochen bin ich nun auch bei Google Wave. Das Nächste große Ding im Web. Vielleicht. Es soll eine Kombination aus Email und Blog, Wiki und Chat, Spielzeug und Instrument sein. Momentan ist es noch rehct leer und auch definitiv noch nicht ausgereift, aber man kann schon Konturen erkennen. Und diese Konturen sind nicht schlecht. Gerade zum koordinieren von Events mit mehreren Menschen ist es ein praktisches Tool. Man kann schnell mehrere Menschen in seine “Wave” einladen und darin dann mit Hilfe verschiedener Gadgets beispielsweise Google-Maps einbinden und Votings starten. Das nervige hin und herschicken von Emails oder das schreiben in Chats an alle ist damit erledig. Auch das hin und herschicken von Links ist praktisch verhindert, da alles in eine Wave mit eingebunden werden kann. Neben Maps und Votings kann man kinderleicht Bilder und Videos, Amazonangebote, Wikipedia-Einträge und noch vieles mehr in seine Waves rein laden.

Allerdings ist dies momentan teilweise noch sehr hackelig. Grade wenn man mehrere Anwendungen offen sind, bekommen Leistungsschwächere PCs evtl. Probleme. Dazu kommt das meiner Meinung nach noch recht komplexe Handling. Man braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit, um sich dort einzufinden, gerade wenn man nicht so Netzaffin ist. Und hier besteht glaube ich das Problem, dass “Google Wave” bekommen wird1: Das heranführen, netz-ferner Menschen. Wenn das gelingt und man hier deutlich auf diese Personenschicht zugeht, wird “Google Wave” glaube ich ein voller Erfolg und über kurz oder Lang evtl. wirklich Emails und Messanger absetzen.

Ich habe übrigens noch einige offene Invites. Wer also Interesse hat, einfach mal rein zuschauen, der kann sich gerne bei mir melden.

  1. im Gegensatz zu anderen Social Networks []

Kurze Webeunterbrechung

Auf druckerei.de gibt es eine tolle Weihanchtsaktion. Für eine kurze Werbeunterbrechung bekommt man so einen tollen Geekigen Twitter-Kalender. Und da ich schon etwas Twittersüctig bin und gerne an solchen Aktionen teilnehme und ich doch irgendwie eine “Promo-Nutte”1 bin, muss auch mal so etwas sein. Tolle Aktion!

  1. Vom Phil so übernommen :) []

Weihnachten – Adventszeit – Besinnlichkeit

“Die Nacht vor dem heiligen Abend, da liegen die Kinder im Traum. // Sie träumen von schönen Sachen und von dem Weihnachtsbaum.”
Robert Reinick, Die Nacht vor dem heiligen Abend

Bald ist Weihnachten.. in genau 25 Tagen. Es fängt die Zeit des Geschenkekaufens und der Weihnachtsmusik an. Vielleicht schneit es auch mal. Es wird Kalt und man kann Glühwein trinken. Und zur festlichen Jahreszeit habe ich mir vorgenommen, jeden Tag, wie ein Adventskalendar, ein Posting zu machen mit einem Weihnachtsgedicht und/oder einem Weihnachtslied und/oder etwas ähnlichem Weihnachtlichem. Mal sehen ob ich das auch so schaffe. Passend zum Winter fallen auf meiner Seite nun auch Schneeflocken.

Und zur einstimmung auf die Bescherung nun schon mal 10 Dinge, die man am heiligen Abend nicht machen sollte.


ConventionCamp 2009

“Das Internet? Gibts diesen Blödsinn immer noch?”
Homer Simpson, Sicherheitsinspektor im Kernkraftwerk Springfield.

Am vergangenen Sonntag war hier in Hannover das ConventionCamp 2009. Im Convention-Center auf dem Messe-Gelände haben sich fast 1000 Menschen aus Wirtschaft und Wissenschaft zusammen gefunden, um über das Internet zu Diskutieren. Über die Zukunft des Internets um genau zu sein. Dabei sollte es keine “normale” Convention (= Tagung) mit Vorträgen sein, sondern neben 5 Key-Notes auch noch 18 freie Sessions geben. Die freien Sessions konnte jeder Teilnehmer in Barcamp-Natur vorschlagen und dann wurde darüber abgestimmt. Dabei gab es auch interessante Konstellationen wie zum Beispiel eine Session zum Thema “Awareness & Inovation im Enterprise 2.0″ und direkt danach das Angebot über die “Ausrottung von Anglizismen” zu diskutieren. Es war halt eine total freie Veranstaltung und man konnte sich zu jeder Zeit eine von 5 Veranstaltungen anschauen.
Ich persönlich war bei

  • Stowe Boyd – “The Social Revolution”
  • Thomas Knüwer – “Die Letzte Chance – Wie Medienhäsuer sich ändern müssen um zu überleben”
  • “Awareness & Inovation im Enterprise 2.0″
  • “Wie bringe ich das richtige Chaos in die Gründung mit ein” (-> Buzzriders)
  • Dirk Rockendorf (Continental) – “Erfahrungen im Social Media Marketing aus Unternehmensperpektive”

Leider zu wenig Sessions und zu viele Keynotes, daher kann ich dazu auch nicht viel schreiben. Nur die beiden Sessions, die ich besucht habe, waren leider keine oder nur sehr komische Diskussionen. Die Keynotes waren alle drei super und man hat gemerkt, dass die sich in ihren Bereichen gut aus kannten.

Auch neben den Sessions war die Anlage und die Verpflegung top. Jederzeit standen Getränke bereit und das Mittagessen war vorzüglich.  Insgesamt eine tolle Veranstaltung, bei der man aber sicherlich noch einiges besser machen kann. Wenn Studenten da nächstes Jahr wider kostenlos dran teilnehmen können, werde ich auf jeden Fall auch wieder dabei sein.